Das Saazer Heimatmuseum trauert um Horst Helmer

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Unser Saazer Mitbürger und Heimatvertriebener
Horst Helmer
* 24.02.1930
ist am 06. März 2016 verstorben.

Er war ein Zeitzeuge der schrecklichen Ereignisse zum Kriegsende in Saaz und wurde mit seiner Familie 1946 ausgesiedelt, wie alle deutschsprachigen Mitbürger.

Er war eine bekannte Persönlichkeit und hat sich zeitlebens um die Belange seiner Saazer Mitbürger gekümmert und bemühte sich um ein friedliches Zusammenleben mit der tschechisch sprachigen Bevölkerung

Horst war mitbeteiligt an der Errichtung einer Gedenkstätte im Saazer St. Antonius Friedhof und an den Renovierungsarbeiten im Klostergarten mit der Aufstellung der Stele von Johannes Hensslin. Er unterstützte auch die Errichtung und Ausstattung der Saazer Heimatmuseen.

Der Kulturkreis Saaz und die Stiftung Saazer Heimatmuseum vermissen ihn sehr, er hinterlässt beiseiner Familie und seinen Saazer Heimatfreunden eine große Lücke.

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„Wien und Sooz“ ein Gedicht in Saazer Mundart

Beim letztjährigen Treffen im Saazer Klostergarten trug die 92-jährige Frau Frank das Gedicht „Wien und Sooz“ in Saazer Mundart vor. Damit diese Sprache nicht in Vergessenheit gerät, haben wir ein Video davon gemacht.

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Bilder vom Besuch in Saaz im November 2014

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Im November 2014 trafen sich wieder ehemalige Saazerinnen und Saazer, um sich auszutauschen und den Toten auf dem Saazer Stadtfriedhof zu gedenken. Wie auch in den Vorjahren besuchte die Gruppe unter Leitung von Dr. Gerhard Illing die Statue von Johannes von Saaz im Klostergarten und traf sich mit dem Stellvertretenden Bürgermeister Novotny zu einem Austausch.

Bilder aus Saaz 2014

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Saazer Heimatmuseum am 22. Sept. 2012 in Schweinfurt eröffnet

Wie vor einem Jahr berichtet, konnte die Stiftung Saazer Heimatmuseum das teilsanierte Bürgerhaus in Schweinfurt in der Oberen Straße 8, nahe am Marktplatz, käuflich erwerben, um eine Zweigstelle zum räumlich begrenzten Heimatmuseums in Georgensgmünd zu errichten.

Nach Beendigung der umfangreichen Sanierungsarbeiten vor wenigen Wochen wurde mit der Einrichtung des Museums begonnen. Um in dem Museumsraum die vorhandenen Gemälde gesichert ausstellen zu können, wurde dieser Raum nach den Vorschriften der Versicherung mit Brandschutzmauern, Brandschutztüren, Feuermeldern und einer Videoüberwachung ausgestattet. Weiterlesen

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Brief von Horst Helmer an das Bundespräsidialamt

Unser Landsmann Otto Liebert schrieb an den Bundespräsidenten wegen dessen Besuch in der tschechischen Republik am 10.12.2012 mit inhaltlichen Schwerpunkt: O. Liebert wünsche sich ein stärkeres Engagement des Bundespräsidenten für die Belange der vertriebenen Sudetendeutschen bzw. Anerkennung des geschehenen Unrechts. Frau Michaela Küchler beantwortete seinen Brief am 7.5.2013. Auf diesen nehme ich in meinem folgenden Schreiben an Frau Küchler Bezug.

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Horst P.Helmer, D-91735 Muhr a.S. Albrecht-Dürer-Str.6

An
Bundespräsidialamt Berlin
Frau Michaela Küchler
Leiterin Referat 21 (Europa)
Spreeweg 1
D-11010 Berlin 28.05.2013

„Besuch des Bundespräsidenten in der Tschechisch Republik am 10. Okt. 2012“

Ihr Schreiben an Herrn Otto Liebert, Im Sonnenwinkel 3, 31848 Bad Münster, vom 07.05.2013

Sehr geehrte Frau Küchler,

eine Kopie Ihres im Betreff erwähnten Schreibens hat mir mein Freund Otto Liebert,

auch er stammt aus dem ehemaligen Saazerland im Sudetengau / Nordböhmen, zur Kenntnisnahme zugesandt. Der Inhalt Ihres Schreibens veranlasst mich zu folgender ausführlichen Stellungnahme mit Hinweis auf die „Historische Wahrheit!“.

Ihrer Aussage nach weiß unser Bundespräsident um das Schicksal der Vertriebenen, um das Leid und den Schmerz der Vertreibung. Gerade deshalb bin ich, als einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen, die die von Tschechen 1945/1946, also in der Nachkriegszeit an deutschen Bürgern begangenen Massaker, den Todesmarsch der 5000 Saazer Bürger nach Postelberg und den Massenmord in Postelberg und das berüchtigte Straf- und Zwangsarbeitslager „Tabor 28“ in Maltheuern bei Brüx überlebt haben, besonders über folgende Aussage sehr betroffen. Weiterlesen

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Aktuelle Bilder aus dem Saazer Heimatmuseum in Schweinfurt

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Ein Ort der Erinnerung, der Besinnung und Versöhnung

Horst Helmer sprach im St.-Antonius-Friedhof in Zatec / Saaz zu „Allerseelen“ am 2.November 2012. Seine Rede erschien zudem in der Sudetenpost.

Heute, 67. Jahre nach dem von Prag, in der Nachkriegszeit 1945, gegen Deutsche angeordneten Pogrom, sind nur noch wenige unter uns, die in dieser unheilvollen Zeit in Saaz waren und schon gar nicht solche, die Augenzeugen oder Betroffene waren. Viele treue Besucher dieser Gedenkstätte mussten aus gesundheitlichen Gründen absagen, leider auch Frau Illing und mein Freund Gerhard Mühlstein.

Wir treten in eine Zeit ein, in der es bald keine Zeitzeugen der damaligen furchtbaren Ereignisse mehr geben wird.

Als einer der letzten Zeitzeugen, die den 3. Juni 1945 in Saaz, den Todesmarsch nach Postelberg, die Zwangsinhaftierung in Postelberg, die anschließende Zeit in den Konzentrationslagern Tabor 28 und Tabor 17/18, sowie die Zwangsarbeit in den „Stalin Hydrierwerken“ in Brüx / Maltheuern überlebt haben, möchte ich, in meinem 83.Lebensjahr, auf folgendes hinweisen. Weiterlesen

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Kultur bezeugt die Existenz eines Volkes

Auf welche Zeugnisse unserer Existenz in Saaz und im Saazerland können wir verweisen? Nun, es gibt deren viele, und noch mehr gingen verloren, wurden geraubt, oder von den Vertreibern vernichtet:

– unersetzliche Archivalien
– Kunstwerke
– Zeugnisse der Volkskultur und deren Weiterentwicklung über 900 Jahren hinweg
– und dazu unendlich Vieles von persönlichem und ideellem Wert

Einiges, nicht mehr als winziger Überrest jenes Kulturguts konnten in den Anfängen der „Saazer Stube“, bis zur endgültigen Etablierung des Saazer Heimatmuseums durch Hermann Wurdingers und seiner Freunde unermüdliche und uneigennützige Aktivitäten, ohne den Heimatboden unter sich, aber die Heimat in sich, gerettet werden. Weiterlesen

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Liebeschitzer Wallfahrt

Deutsche und tschechische Teilnehmer an der Wallfahrt (Foto: Heidmar Schindler)

Deutsche und tschechische Teilnehmer an der Wallfahrt (Foto: Heidmar Schindler)


Von Waltraud und Heidmar Schindler

Geschichte

Liebeschitz ist ein Wallfahrtsort im ehemaligen Kreis Saaz, jetzt Kreis Louny/Laun.
Die Liebeschitzer Wallfahrt geht auf das Jahr 1744 zurück. Ursächlich scheint sie mit der großen Feuersbrunst des Jahres 1743, als der ganze östliche Ortsteil mit der Pfarrei ein Raub der Flammen geworden war, in Verbindung zu stehen. Damals wurde ein Marienbild aus einer Kapelle in Klutschkau – eine Nachbildung des Altöttinger Gnadenbildes – in die Pfarrkirche gebracht. Damit wurde die Liebeschitzer Kirche das Ziel vieler frommer Pilger. Dann wurde zum Fest Mariä Heimsuchung ein Wallfahrtsfest eingerichtet. Die Pilger kamen zumeist aus der näheren Umgebung, Wallfahrt und Brauchtum blieben über Jahrhunderte bestehen. Weiterlesen

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Ein Spätsommertag in Saaz

Die „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ hat zu einer Feierstunde am 30. Oktober 2011 in Žatec/Saaz im neuen parkähnlich angelegten Klostergarten eingeladen. Aufgestellt wurde eine Steinbüste des „Johannes von Saaz“ (Johannes Henslin) zur Erinnerung an die kulturellen Leistungen der Bürger von Saaz, unseren Vorfahren, die viele Jahrhunderte zurückreichen. Die Büste wurde nach vorhandenen Holzschnitten von Urs Koller, einem Bildhauer aus Rohrschach am Bodensee, im Auftrag des Saazer Kulturkreises und der Fördergemeinschaft Stiftung Saazer Heimatmuseum hergestellt.

Büste von Johannes von Saaz in Saaz/Zatec

Büste von Johannes von Saaz in Saaz/Zatec

Zu einem gemeinsamen Mittagessen im Hotel „Cerny Orel“ (Schwarzer Adler) am Schießhausplatz in Saaz, trafen sich 46 ehemalige Saazer und Heimatfreunde, die aus allen Teilen Deutschlands angereist waren. Der Vizebürgermeister der Stadt Žatec, Herr Ing. Jan Novotný und seine Sekretärin begrüßten die deutschen Gäste sehr freundlich. Nach dem harmonischen Zusammensein erfolgte um 14 Uhr die Einweihungsfestlichkeit im Klostergarten. Anwesend war Frau Bürgermeisterin Ždenka Hamousová und Herr Novotný, Abgeordnete der Stadt Žatec, zahlreiche Ehrengäste und die angereisten ehemaligen Saazer Bürger mit ihren Freunden und Bekannten. Weiterlesen

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