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	<title>Stiftung Saazer Heimatmuseum</title>
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	<description>Die Stiftung Saazer Heimatmuseum in Georgensgemünd</description>
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		<title>Aktuelle Bilder aus dem Saazer Heimatmuseum in Schweinfurt</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 22:25:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p><p>The post <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/aktuelle-bilder-aus-dem-saazer-heimatmuseum-in-schweinfurt/">Aktuelle Bilder aus dem Saazer Heimatmuseum in Schweinfurt</a> appeared first on <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de">Stiftung Saazer Heimatmuseum</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/museum2.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/museum2-696x1024.jpg" alt="museum2" width="640" height="941" class="alignnone size-large wp-image-401" /></a></p>
<p><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/johannes1.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/johannes1-703x1024.jpg" alt="johannes1" width="640" height="932" class="alignnone size-large wp-image-402" /></a></p>
<p><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/johannes2.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/johannes2-642x1024.jpg" alt="johannes2" width="640" height="1020" class="alignnone size-large wp-image-403" /></a></p>
<p><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/johannes3.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/johannes3-688x1024.jpg" alt="johannes3" width="640" height="952" class="alignnone size-large wp-image-404" /></a></p>
<p><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/museum1.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/museum1-657x1024.jpg" alt="museum1" width="640" height="997" class="alignnone size-large wp-image-405" /></a></p>
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		<title>Ein Ort der Erinnerung, der Besinnung und Versöhnung</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jan 2013 10:12:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst Helmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Horst Helmer sprach im St.-Antonius-Friedhof in Zatec / Saaz zu „Allerseelen“ am 2.November 2012. Seine Rede erschien zudem in der Sudetenpost. Heute, 67. Jahre nach dem von Prag, in der Nachkriegszeit 1945, gegen Deutsche angeordneten Pogrom, sind nur noch wenige &#8230; <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/ein-ort-der-erinnerung-der-besinnung-und-versohnung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p><p>The post <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/ein-ort-der-erinnerung-der-besinnung-und-versohnung/">Ein Ort der Erinnerung, der Besinnung und Versöhnung</a> appeared first on <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de">Stiftung Saazer Heimatmuseum</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Horst Helmer sprach im St.-Antonius-Friedhof in Zatec / Saaz zu „Allerseelen“ am 2.November 2012. Seine Rede erschien zudem in der Sudetenpost.</em></p>
<p>Heute, 67. Jahre nach dem von Prag, in der Nachkriegszeit 1945, gegen Deutsche angeordneten Pogrom, sind nur noch wenige unter uns, die in dieser unheilvollen Zeit in Saaz waren und schon gar nicht solche, die Augenzeugen oder Betroffene waren. Viele treue Besucher dieser Gedenkstätte mussten aus gesundheitlichen Gründen absagen, leider auch Frau Illing und mein Freund Gerhard Mühlstein.</p>
<p>Wir treten in eine Zeit ein, in der es bald keine Zeitzeugen der damaligen furchtbaren Ereignisse mehr geben wird.</p>
<p>Als einer der letzten Zeitzeugen, die den 3. Juni 1945 in Saaz, den Todesmarsch nach Postelberg, die Zwangsinhaftierung in Postelberg, die anschließende Zeit in den Konzentrationslagern Tabor 28 und Tabor 17/18, sowie die Zwangsarbeit in den „Stalin Hydrierwerken“ in Brüx / Maltheuern überlebt haben, möchte ich, in meinem 83.Lebensjahr, auf folgendes hinweisen.<span id="more-397"></span></p>
<p>Es bricht eine Zeit an, in der verstärkt Pseudohistoriker auch über Irrlehren über die menschenverachtenden, politisch geprägten Geschehnisse, die in den vergangenen 160 Jahren, speziell zwischen 1918 bis 1938 und 1945-1946, an Deutschböhmen begangen wurden, berichten werden. In der Vergangenheit mussten sie sich angesichts der Zeitzeugen etwas zurückhalten. So ähnlich sagte es auch Herr Gerold Fritsche am 31. Juli auf der Aussiger Brücke.</p>
<p>Der deutsch / tschechische „Förderverein der Stadt / Žatec e.V. weist in Begleittexten seiner Wanderausstellung „Opfer der kommunistischen Macht im nordböhmischen Grenzgebiet in den Jahren 1945-1946“, die jetzt unter dem korrigierten Namen „Die Vertreibung der Deutschen aus Nordböhmen 1945“ in deutschen Städten gezeigt wird, darauf hin, dass die Gründe für das an Deutschen begangene Pogrom und die Zwangsvertreibung der Sudetendeutschen auf die von Nationalsozialisten ausgeübte Gewaltherrschaft in Böhmen ausschlaggebend waren.  Diese Aussagen sind fundamentale Geschichtsfälschungen!“</p>
<p>Dr. Johannes Sziborsky schreibt im Heimatbrief Saazerland: „Die Schrecken der Nazizeit sollten nicht derart in den Vordergrund gestellt werden, dass anderes – so die Planung und Durchführung einer ethnischen Säuberung – im Hintergrund verschwindet.“</p>
<p>Der wichtige und lobenswerte Tenor in der aktuellen Wanderausstellung ist allerdings, dass Krieg und Zwangsvertreibung – unabhängig von der Frage individueller Schuld – nur Leid und Schrecken für die betroffenen Menschen bedeutete.</p>
<p>Verpflichtend ist jedoch auch ein wahrheitsgetreuer und offener Umgang mit der historischen Geschichte. Leider wird diese Geschichte absolut nicht erwähnt. Dabei wäre es für uns Sudetendeutsche außerordentlich wichtig, auch die dokumentarischen Fakten klar hervorzuheben.</p>
<p>Mit Bezug auf  das Geschehen, weshalb wir heute zu Allerseelen hier stehen, ist folgendes festzuhalten:<br />
Noch bevor die Zeitzeugen endgültig abgetreten sind, ist an dieser Stelle vom ehemaligen Kuturkreis Saaz e.V. mit seinem Vorsitzenden Dr. Gerhard Illing, in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Žatec und unserem leider zu bald verstorbenen Freund Hans Ranek, diese jetzt oft besuchte Gedenkstätte vor 5 Jahren errichtet worden.</p>
<p>Jahrzehnte lang haben  Deutsche und Tschechen nicht geglaubt, dass Gedenken an dieser Stelle jemals möglich sein wird.</p>
<p>Auch in der Ära der letzten Zeitzeugen und, so bleibt zu hoffen, danach treten mutige Wissenschaftler auf, die sich gegen die derzeit herrschende Meinungsrichtung der Gefälligkeitshistorie mit weiteren Fakten zu Wort melden.</p>
<p>Hier sei an den Bericht „Die historische Wahrheit“ von der tschechischen Autorin Daniela Horakova und an die Bücher des tschechischen Historikers Tomáš Krislik, „Verschwiegene Geschichte 1918-1938 und 1948-1968“, erinnert. Die Titel weisen auf die Tatsachen hin, die zwar allerorts offenkundig sein müssten, sich aber meist verschämt hinter dem Schleier der Opportunität verbergen.    </p>
<p>Wir sind heute zu „Allerseelen“, an dem Tag an dem das Gedächtnis der Verstorbenen begangen wird, hier versammelt, um all der Opfer zu gedenken, die in den Kriegsjahren und Nachkriegsjahren der politischen Gewalt erlegen sind.</p>
<p>Im Namen aller Opfer dieser Zeit, danke ich allen, die heute aus diesem Anlass den weiten Weg hierher zu unserer blumengeschmückten Gedenkstätte gefunden haben und sich an die Seite der Opfer oder an die Seite derer gestellt haben, die in dieser Stadt, in diesem Land und in Deutschland ihrer gedenken.</p>
<p>Insbesondere gilt unser aller Dank Frau Oberbürgermeisterin Hamousová, Herrn  Bürgermeister Novotny von der Stadt Žatec und den anwesenden tschechischen Besuchern. Ihre Anwesenheit ist ein Beweis für ihre Anteilnahme und für das uns ehemaligen Saazern entgegengebrachte Verständnis. Beides werten wir gerne als Zeichen einer wachsenden Freundschaft zwischen wahrheitsliebenden und verzeihenden Menschen.</p>
<p>Meine in Saaz geborene Schwester Lilo und ich, danken meinem Sohn Jan sehr herzlich dafür, dass er unsere Anwesenheit ermöglicht hat. Er beweist damit auch seine Verbundenheit zu Saaz / Žatec und Liebotschan, die Stätten unserer Vorfahren, die er in den vergangenen Jahren mit seinen Familienangehörigen schon öfters besucht hat. Leider konnten meine Frau und meine beiden Enkelsöhne heute nicht mitkommen.</p>
<p>Sehr verehrte Frau Oberbürgermeisterin Hamousova, nachdem Sie bereits unsere „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ in Georgensgmünd besucht haben, lädt Sie und weitere Repräsentanten Ihrer Stadt Žatec unser Stiftungsvorsitzende, Herr Dr. G. Illing, gerne zu einem Besuch unseres neu eröffneten Informationszentrums „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ in Schweinfurt ein.</p>
<p><strong>Eine Richtigstellung gegen anders lautende Berichte:</strong><em></p>
<p>Weder der „Förderverein der Stadt Saaz / Žatec e.V.“ mit Sitz in Frankfurt, dieser Verein ist rein politisch orientiert ist, noch  der „Heimatkreis Saaz. e.V., haben irgendwelche Rechte und Anteile an unserer „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ in Georgensgmünd und in Schweinfurt. Beide Museen dienen nur der Erinnerung und Bewahrung der ehemaligen deutschen Kultur im Saazerland und sind Alleineigentum der „Stiftung Saazer Heimatmuseum“. Beide  Saazer Heimatmuseen werden ausschließlich von der Stiftung betrieben und finanziell unterhalten.</p>
<p>Ich schließe mit einem „Na Shledanou“ und einem „Auf Wiedersehen“ im Jahre 2013.</p>
<p>Horst Helmer</p>
<p>Weitere Texte von Horst Helmer finden Sie auf seiner Homepage <a href="https://sites.google.com/site/helmermuhr/">https://sites.google.com/site/helmermuhr/</a></p>
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		<title>Saazer Heimatmuseum am 22. Sept. 2012 in Schweinfurt eröffnet</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Sep 2012 19:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Gerhard Illing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie vor einem Jahr berichtet, konnte die Stiftung Saazer Heimatmuseum das teilsanierte Bürgerhaus in Schweinfurt in der Oberen Straße 8, nahe am Marktplatz, käuflich erwerben, um eine Zweigstelle zum räumlich begrenzten Heimatmuseums in Georgensgmünd zu errichten. Nach Beendigung der umfangreichen &#8230; <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/saazer-heimatmuseum-am-22-sept-2012-in-schweinfurt-eroffnet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p><p>The post <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/saazer-heimatmuseum-am-22-sept-2012-in-schweinfurt-eroffnet/">Saazer Heimatmuseum am 22. Sept. 2012 in Schweinfurt eröffnet</a> appeared first on <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de">Stiftung Saazer Heimatmuseum</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/09/Saazer-Heimatmuseum-Besucher2.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/09/Saazer-Heimatmuseum-Besucher2.jpg" alt="" title="Saazer-Heimatmuseum-Besucher2" width="640" height="480" class="alignnone size-full wp-image-386" /></a></p>
<p>Wie vor einem Jahr berichtet, konnte die Stiftung Saazer Heimatmuseum das teilsanierte Bürgerhaus in Schweinfurt in der Oberen Straße 8, nahe am Marktplatz, käuflich erwerben, um eine Zweigstelle zum räumlich begrenzten Heimatmuseums in Georgensgmünd zu errichten.</p>
<p>Nach Beendigung der umfangreichen Sanierungsarbeiten vor wenigen Wochen wurde mit der Einrichtung des Museums begonnen. Um in dem Museumsraum die vorhandenen Gemälde gesichert ausstellen zu können, wurde dieser Raum nach den Vorschriften der Versicherung mit Brandschutzmauern, Brandschutztüren, Feuermeldern und einer Videoüberwachung ausgestattet.<span id="more-382"></span></p>
<p>Das Bürgerhaus in der Oberen Straße 8 ist leicht zu finden. Vom Marktplatz auf der gegenüberliegenden Seite des Rathauses beginnt die Obere Straße, neu gestaltet mit einem Parkstreifen. Am Eingang zum Museum ist ein großes Schild an der verglasten Eingangstür angebracht. &#8220;Saazer Heimatmuseum &#8211; über die Geschichte der Sudetendeutschen in der Hopfenstadt Saaz&#8221;.</p>
<p><em>Hier finden Sie das Saazer Heimatmuseum in Schweinfurt</em><br />
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<p>Beim Betreten des Vorraumes sieht man an der linken Seite die Saazer Fahne. Vor dem Eingang zum Museumsraum ist die Büste des &#8220;Johannes von Saaz&#8221; auf einem quaderförmigen Holzsockel mit einer Gedenktafel aufgestellt.</p>
<p>Im Museumsraum wurden an der linken Wand die Gemälde des Saazer Kunstmalers Hugo Gatscher angebracht und ein Gemälde des Baron Franz de Fin, kaiserlicher Kreishauptmann von Saaz aus dem Jahr 1750.</p>
<p>An der rechten Wandseite sind fünf Tafeln, 60 Zentimeter breit und 2 Meter hoch aufgestellt, mit Beiträgen der Stadt Schweinfurt zum Thema Zerstörung Schweinfurt im Zweiten Weltkrieg, dem Wiederaufbau, die Aufnahme und Eingliederung von über 28.000 Heimatvertriebenen und Flüchtlingen.</p>
<p>Auf der ersten Tafel findet sich ein Beitrag &#8220;Leben in Saaz bis 1945/46&#8243;, auf der zweiten Tafel &#8220;Die Zerstörung Schweinfurt während des Zweiten Weltkriegs&#8221;, auf der vierten &#8220;Die Ankunft der Heimatvertriebenen in Schweinfurt&#8221; auf der fünften Tafel &#8220;Integration in die neue Heimat&#8221;.</p>
<p>In den Truhen, die als Sitzbänke dienen, werden gesammelte Andenken aufbewahrt. In einer Glasvitrine und einem Aufsatz mit einer Glasabdeckung sind wichtige Bücher, Fotoalben, Karten mit deutschen Orts- und Straßenbezeichnungen, Dokumente sowie CDs zu sehen. Die können gegen eine Spende mitgenommen werden.</p>
<p>Im rückwärtigen Teil des Raumes befindet sich ein Schreibtisch mit einem Computer und einem angeschlossenem Farbdrucker. Hier können erwünschte Informationen, die auf einer Festplatte oder einem Stick gespeichert sind, wie eine Vielzahl von Bildern und Dokumenten, abgerufen, gesehen und ausgedruckt werden. Hinweise auf die gespeicherten Unterlagen befinden sich in bereit liegenden Informationsmappen.</p>
<p>Um 14 Uhr hatten sich 47 Besucher im Museumsraum eingefunden. Der Stiftungsvorsitzende Dr. Gerhard Illing begrüßte die Gäste, darunter Herrn Bürgermeister Klaus Rehberger und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, darunter Herrn Riegler, Leiter der Sanierungsstelle der Stadt, Herrn Lupprian, den Baureferenten Jochen Müller, Herrn Dr. Schneider vom Kulturamt und einige seiner Mitarbeiter, Herrn Prof. Dr. Herwig Baier und Frau Dr. Kolokytha als Vertreter für die Heimatvertriebenen und weitere Daumen und Herren des BvD.</p>
<p>Herr Dr. Illing erinnerte daran, dass im vergangenen Jahrhundert in zwei Weltkriegen Millionen von Menschen getötet wurden, darunter ein erheblicher Anteil an Frauen und Kindern und es wurde ein unermesslich hoher Sachschaden angerichtet. An der Vergangenheit könne man nichts ändern, aber man kann daraus lernen, dass so etwas nie wieder geschehen darf.</p>
<p>Das ist aber nur möglich, wenn mann die Vergangenheit kennt. Zeitzeugen des letzten Krieges, die diese schrecklichen Ereignisse noch erlebt bzw. überlebt haben, wird es bald nicht mehr geben. Es ist deshalb dringend erforderlich, an die grausamen Geschehnisse zu erinern. Es muss viel gegen das Vergessen getan werden. Deshalb wurde das Museum errichtet. Es ist kein Museum im herkömmlichen Sinnen, sondern es ist eine Informationsstelle.</p>
<p>Im jetzigen Computer- und Internet-Zeitalter können umfangreiche Informationen, Bilder, Bücher und alle Unterlagen, die man fotografieren, kopieren oder scannen, problemlos gespeichert und vervielfältigt werden.</p>
<p>Im Museum wird zukünftig die Ausstellung von Exponaten abgelöst durch das Sammeln von wichtigen Vorgängen verbunden mit einem leicht zugänglichen und übersichtlichen Verzeichnis der Themen wie des Handwerks und Industrie, Schule und Bildung, Städtebilder, Verkehr, Sport etc. Die interessierenden Themen kann man mit dem Computer sogleich abrufen und auf Wunsch ausdrucken.</p>
<p>Im Zusammenhang mit den Ausführungen auf den Informationstafeln über die im August 1945 von den Westmächten angeordnete humane &#8220;Aussiedlung&#8221; wurden über persönliche Erlebnisse vorgetragen. Daraufhin haben einige Anwesende eine ausführlichere Niederschrift und Speicherung der persönlichen Erlebnisse der Zeitzeugen gewünscht, was zugesichert wurde. Die offizielle Eröffnungsfeier wurde damit beendet. Die Fortführung der Diskussionen über die zukünftige Gestaltung und Betreuung des Museums fand im benachbarten Brauhaus bei einem Imbiss statt.</p>
<p>Der schrittweise Ausbau des Museums und der Ausstellung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.</p>
<p>Groß-Umstadt, 23. September 2012<br />
Dr. Gerhard Illing, Vorsitzender Stiftung Saazer Heimatmuseum</p>
<p><strong>Bilder von der Eröffnung</strong></p>

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		<title>Kultur bezeugt die Existenz eines Volkes</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Aug 2012 20:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst Helmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Auf welche Zeugnisse unserer Existenz in Saaz und im Saazerland können wir verweisen? Nun, es gibt deren viele, und noch mehr gingen verloren, wurden geraubt, oder von den Vertreibern vernichtet: - unersetzliche Archivalien - Kunstwerke - Zeugnisse der Volkskultur und &#8230; <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/kultur-bezeugt-die-existenz-eines-volkes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p><p>The post <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/kultur-bezeugt-die-existenz-eines-volkes/">Kultur bezeugt die Existenz eines Volkes</a> appeared first on <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de">Stiftung Saazer Heimatmuseum</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf welche Zeugnisse unserer Existenz in Saaz und im Saazerland können wir verweisen? Nun, es gibt deren viele, und noch mehr gingen verloren, wurden geraubt, oder von den Vertreibern vernichtet:</p>
<p>- unersetzliche Archivalien<br />
- Kunstwerke<br />
- Zeugnisse der Volkskultur und deren Weiterentwicklung über 900 Jahren hinweg<br />
- und dazu unendlich Vieles von persönlichem und ideellem Wert</p>
<p>Einiges, nicht mehr als winziger Überrest jenes Kulturguts konnten in den Anfängen der „Saazer Stube“, bis zur endgültigen Etablierung des Saazer Heimatmuseums durch Hermann  Wurdingers und seiner Freunde unermüdliche und uneigennützige Aktivitäten, ohne den Heimatboden unter sich, aber die Heimat in sich, gerettet werden.<span id="more-375"></span></p>
<p>Nach Hermann Wurdingers Ableben im Jahre 2000, übernahm Prof. Dr. Herbert Voitl den Vorsitz des Trägervereins des Museums „Kulturkreis Saaz e.V“, den er über Jahre in heimatlicher Verbundenheit, mit wissenschaftlicher Kompetenz und absoluter persönlicher Integrität innehatte. Seit dem 15.September 2007 tragen Dr.Gerhard Illing und Horst Helmer die Verantwortung für das Bestehen und für die Weiterentwicklung des Saazer Heimatmuseums.</p>
<p>Ein Gefühl der Dankbarkeit kommt auf, wenn man daran denkt, was da von allen Beteiligten in der Vergangenheit schon geleistet wurde, an Hingabe, Können, Zeitaufwand und persönlichen finanziellen Opfern, welch´ vielschichtiges Werk Heimatkultur in schöpferischer Kraft aus der Erinnerung wiedererweckt und aufs Neue mit Leben erfüllt worden ist.</p>
<p>Der Kulturkreis Saaz e.V., Eigentümer und Verwalter des Saazer Heimatmuseums in Georgensgmünd, hat bei seiner Jahreshauptversammlung vom 15.09.2007 beschlossen den Verein wegen Überalterung seiner Mitglieder zu liquidieren und das Heimatmuseum für die Einbringung in eine Stiftung vorzubereiten. Der Antrag auf Errichtung einer „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ wurde am 15.09.2009 beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht. Bei der Jahreshauptversammlung am 19.09.2009 stimmten 67 Mitglieder für die Gründung der Stiftung zwei dagegen. Die Genehmigung der Stiftung mit Aushändigung der Stiftungsurkunde erfolgte dann am 16. April 2010, die Liquidation des „Kulturkreis Saaz e.V.  am 15.Sept. 2010.<br />
Für die Gründung der Stiftung wurde das Vereinsvermögen eingebracht und zahlreiche Spenden von Vereinsmitgliedern und Freunden von Saaz und dem Saazerland sowie ein notwendiger hoher Betrag vom Gründer und Stiftungsvorsitzenden Dr.Gerhard IIling.</p>
<p>Für den Kauf und die Renovierung eines zweistöckigen, denkmalgeschützten Bürgerhauses in zentraler Lage in Schweinfurt, in dem ein weiteres Saazer Heimatmuseum eingerichtet wird und für die Beschaffung weiterer erinnerungswürdiger Exponate, wie z.B. einer größeren Anzahl von Ölgemälden des verstorbenen Kunstmalers Hugo Gatscher aus Saaz, wurde eine weitere Erhöhung des Stiftungsvermögens notwendig. Ermöglicht wurden diese Vorhaben durch eine dementsprechende Einlage des Stiftungsvorsitzenden im Jahr 2011.</p>
<p>Die Eröffnung des neuen Museums in Schweinfurt findet nach den Sommerferien statt. Ausgestellt werden dann auch viele Exponate, die aus Platzmangel in Georgensgmünd auf dem Hausspeicher des Heimatmuseums eingelagert sind, sowie die dritte Büste des „Johannes von Saaz“. Herr Prof. Dr. Herwig Baier aus Schweinfurt wird sich als neues Mitglied im Vorstand der Stiftung, um das Museum kümmern. Frau Edda Götz übernimmt die Betreuung des erstklassig restaurierten Gebäudes, wie auch des Museums, des neue eingezogenen Architekturbüros und demnächst auch der renovierten Wohnungen.      </p>
<p>Dr. Gerhard Illing hat das Saazer Heimatmuseum in Georgensgmünd im Hinblick auf die Nachfolgegenerationen rekonstruiert und mit seinen Helfern Neues erarbeitet. Über 3500 Exponate wurden in einer hohen Qualität und einem Ausmaß, welches in Erstaunen versetzt archiviert, inventarisiert und publiziert. Respekt gilt auch Museumsleiter Hermann Wurdinger Jr., der das Werk vor Ort mit vollbracht hat, es betreut, die Besuchergruppen informiert und somit die Arbeit seines Vaters fortgeführt hat. Dafür gebührt ihm unser uneingeschränkter Dank!</p>
<p>Es war zeitweise ein steiniger Weg. Gerade deshalb freuen wir uns insbesondere über den Eintrag in das Gästebuch unseres Heimatmuseums vom 29. April 2012:</p>
<p>          „Herzlichen Dank und Lob den Initiatoren und Betreuern dieser wunderbaren<br />
                                Erinnerungsstätte an die verlorene Heimat“.</p>
<p>Für die stets außerordentlich gute Zusammenarbeit und zuvorkommenden Hilfestellungen durch das Landratsamt Roth, dem Bürgermeisteramt Georgensgmünd und dem Verlag Schöffl, Herausgeber des „Heimatbrief Saazerland“ in Forchheim gilt unser verbindlichster Dank.   </p>
<p>Unser Dank gilt auch all jenen, die unseren Saazer Museen heimatliches Kulturgut überlassen. Was Kulturgut sein kann ist bekannt: Dingliches vor allem, Briefe, Niederschriften, Urkunden, Postkarten, Bücher, Landkarten, Bildwerke, Trachten, Medaillien u.v.a. Ebenso danken wir den großzügigen Spendern und den vielen Spendern, die von der Geschäftsstelle der Stiftung CD’s, Stadtpläne, Karten mit deutschen Straßennamen und Fotos von Saaz erhielten. Überdies werden Spenden für das Betreiben und den Forstbestand der Saazer Heimatmuseen mit großem Dank entgegengenommen.  </p>
<p>Am Sonntag dem 29. April 2012, am „Tag der Geschichten“, initiiert vom Landkreis Roth, wurde auch unser Saazer Heimatmuseum von vielen Interessierten besucht. So konnte auch die neue, von einem Schweizer Künstler gefertigte und von Dr. Gerhard Illing gestiftete, hochwertige Büste des „Johannes von Saaz“, auf einer in Georgensgmünd hergestellten  Stele, betrachtet werden. Zur an diesem Tag gehissten Saazer Fahne kam eine neue Sudetendeutsche Fahne hinzu. Diese wurde von Frau Betty Rust im Angedenken an ihren verstorbenen Mann, Ewald Rust, unseres Heimatfreundes und langjährigen Vereinsmitgliedes im Saazer Kulturkreis e.V., gestiftet und von uns sowie von der Gemeinde Georgensgmünd mit großem Dank angenommen. Damit haben wir wieder einen Beitrag geleistet, sowohl Landkreisbürgern als auch Auswärtigen die Geschichte unseres schönen, ehemaligen Saazer Landkreises näher zu bringen.</p>
<p>Unsere Heimatmuseen des Saazerlandes in Georgensgmünd und in Schweinfurt sind Stätten der Erinnerung an die verlorene Heimat und zugleich ein Mahnmal gegen das Unrecht der Vertreibung von Menschen aus ihrem Land, das sie über Jahrhunderte bewohnt, kultiviert und gestaltet haben.</p>
<p>Erinnern gibt Wissen weiter, schafft ein neues Bewusstsein und sei auch den Menschen und den Nachfolgegenerationen gewidmet, welche die Folgen von inhumanen Entscheidungen erleiden mussten.     </p>
<p>Die Beschaffung und Bewahrung deutschen Kulturgutes aus Saaz und dem Saazerland ist der Auftrag der gegründeten „Stiftung Saazer Heimatmuseum“.</p>
<p>In landsmannschaftlicher Verbundenheit<br />
Ihr<br />
Horst P. Helmer, Vizevorstandsvorsitzender, Stiftung Saazer Heimatmuseum<br />
und im Angedenken an meinen Freund Ewald Rust </p>
<p>Lesen Sie weitere Texte von Horst Helmer auf seiner Homepage:<br />
<a href="https://sites.google.com/site/helmermuhr/">https://sites.google.com/site/helmermuhr/</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Liebeschitzer Wallfahrt</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jul 2012 18:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heidmar Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Von Waltraud und Heidmar Schindler Geschichte Liebeschitz ist ein Wallfahrtsort im ehemaligen Kreis Saaz, jetzt Kreis Louny/Laun. Die Liebeschitzer Wallfahrt geht auf das Jahr 1744 zurück. Ursächlich scheint sie mit der großen Feuersbrunst des Jahres 1743, als der ganze östliche &#8230; <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/liebeschitzer-wallfahrt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p><p>The post <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/liebeschitzer-wallfahrt/">Liebeschitzer Wallfahrt</a> appeared first on <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de">Stiftung Saazer Heimatmuseum</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_357" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW07.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW07-1024x691.jpg" alt="Deutsche und tschechische Teilnehmer an der Wallfahrt (Foto: Heidmar Schindler)" title="Deutsche und tschechische Teilnehmer an der Wallfahrt (Foto: Heidmar Schindler)" width="640" height="431" class="size-large wp-image-357" /></a><p class="wp-caption-text">Deutsche und tschechische Teilnehmer an der Wallfahrt (Foto: Heidmar Schindler)</p></div><br />
<em>Von Waltraud und Heidmar Schindler</em></p>
<p><strong>Geschichte</strong></p>
<p>Liebeschitz ist ein Wallfahrtsort im ehemaligen Kreis Saaz, jetzt Kreis Louny/Laun.<br />
Die Liebeschitzer Wallfahrt geht auf das Jahr 1744 zurück. Ursächlich scheint sie mit der großen Feuersbrunst des Jahres 1743, als der ganze östliche Ortsteil mit der Pfarrei ein Raub der Flammen geworden war, in Verbindung zu stehen. Damals wurde ein Marienbild aus einer Kapelle in Klutschkau – eine Nachbildung des Altöttinger Gnadenbildes – in die Pfarrkirche gebracht. Damit wurde die Liebeschitzer Kirche das Ziel vieler frommer Pilger. Dann wurde zum Fest Mariä Heimsuchung ein Wallfahrtsfest eingerichtet. Die Pilger kamen zumeist aus der näheren Umgebung, Wallfahrt und Brauchtum blieben über Jahrhunderte bestehen.<span id="more-352"></span></p>
<p>Die letzte Wallfahrer kamen im Jahre 1944 zur Liebeschitzer Kirche. Im Juli 1994 fand aus Anlass der 250-jährigen Wiederkehr der Wallfahrtstradition in Liebeschitz erstmals wieder eine Wallfahrt ehemaliger Bewohner des Ortes nach Liebeschitz statt. Die feierliche Messe wurde vom damaligen Abt Bernhard Thebes des Zisterzienserklosters in Ossegg und dem Pfarrer der Gemeinde, Pater Saller, gestaltet. Die Wallfahrt zur Kirche nach Liebeschitz war von der römisch-katholischen Kirche nie offiziell anerkannt worden. Erst mit einem Dekret des damaligen Leitmeritzer Bischofs Josef Koukl aus dem Jahre 2003 wurde die Wallfahrtskirche ab dem 1. Januar 2004 als solche anerkannt. Weitere Wallfahrten der ehemaligen Bewohner des Ortes bzw. des Liebeschitzer Kirchsprengels fanden im Jahre 2006 und heuer im Jahre 2012 statt. </p>
<p><strong>Ablauf der diesjährigen Wallfahrt </strong></p>
<p>Die Wallfahrt fand am Wochenende nach Mariä Heimsuchung (2. Juli) statt.<br />
Am Samstag, den 7. Juli 2012, wurde um 19 Uhr eine Messe vor der Kapelle (Bildstock) in Klutschkau mit Pater Vilém Štěpán (OPraem.), dem Pfarrer von Liebeschitz, gefeiert.<br />
Es haben etwa 25 Personen teilgenommen. </p>
<p>Am Sonntag, den 8. Juli 2012, war um 10 Uhr vor dem Klutschkauer Bildstock am Bach zunächst eine Andacht, an der etwa 60 Pesonen teilnahmen. Danach begann die Prozession, angeführt von den Messdienern mit der Wallfahrer-Fahne, Pater Vilém Štěpán und dem Gnadenbild (Mutter-Gottes-Statue als Nachbildung der Altöttinger Madonna), getragen von vier Männern aus dem Ort. Sie ging zunächst durch Klutschkau, machte an der zweiten Kapelle im Ort Halt und führte dann auf der Landstraße nach Liebeschitz, wo anschließend in der Wallfahrtskirche (Pfarrkirche des Ortes) mit Pater Vilém die Messe gefeiert wurde.</p>
<p>Begonnen wurde die Heilige Messe mit einer kraftvoll gespielten Orgelmusik, so ganz in der früheren Wallfahrtstradition, das mich stark berührte. Die weitere musikalische Umrahmung wurde durch moderne Musik vom kleinen Pilgerchor der Gemeinde gestaltet, unterstützt von Orgel, elektronischer Orgel, Gitarren und Flöten. Zum Abschluss erklangen wieder die kräftigen Töne der Orgel, die uns einerseits wehmütig, andererseits aber auch froh stimmten. </p>
<p>Danach wurde der kleinen zierlichen Madonnenstatue durch den Pfarrer ein hellblauer Mantel umgehängt, der von vielen Gläubigen ehrfurchtsvoll geküßt wurde. Am Kirchenausgang stand eine junge Frau in den blau-weiß-roten tschechischen Natinonal-farben gekleidet, die jedem Besucher kleine Kollatschen anbot. Anschließend trafen wir uns mit den tschechischen Teilnehmern der Messe zu einem reichhaltigen, schmackhaften Imbiss im Pfarrgarten, den die Bewohner des Ortes liebevoll angerichtet hatten. Pater Vilém Štěpán bekundete seine Freude über unser Kommen und hieß uns in der alten Heimat auf das herzlichste willkommen. Um 13.30 Uhr besuchten wir noch das kleine Konzert des Pilgerchors in der Kirche.</p>
<p>Deutsche Teilnehmer aus Liebeschitz/Klutschkau/Dubschan und Umgebung</p>
<p>Folgende Familien haben teilgenommen:<br />
1. Herr und Frau Ehm aus Klutschkau/Eltville<br />
2. Familie Schermer aus Dubschan/Gaggenau<br />
3. Familie Neubert aus Klutschkau/Delitzsch<br />
4. Herr und Frau Schindler aus Liebeschitz/Dresden. </p>
<p>Die deutschen Teilnehmer (insges. 10 Personen) verbanden die Reise in die alte Heimat mit einem Besuch der nahen oder weiteren Umgebung. Die Berichterstatter waren am Samstag in Libotschan, Kaaden, Maschau (bis an der Grenze des Truppenübungsplatzes vor Duppau) und Schloss Schönhof mit großem englischen Landschaftspark. </p>
<p>Es war eine schöne Wallfahrt, an die sich die Teilnehmer noch lange erinnern werden, und eine schönes Treffen in der alten Heimat. </p>
<p>Waltraud und Heidmar Schindler</p>
<div id="attachment_360" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW01.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW01-680x1024.jpg" alt="Wallfahrtskirche Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" title="Wallfahrtskirche Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" width="640" height="963" class="size-large wp-image-360" /></a><p class="wp-caption-text">Wallfahrtskirche Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)</p></div>
<div id="attachment_361" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW02.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW02-1024x691.jpg" alt="Messe mit Pater Vilém am Bildstock in Klutschkau (Foto: Heidmar Schindler)" title="Messe mit Pater Vilém am Bildstock in Klutschkau (Foto: Heidmar Schindler)" width="640" height="431" class="size-large wp-image-361" /></a><p class="wp-caption-text">Messe mit Pater Vilém am Bildstock in Klutschkau (Foto: Heidmar Schindler)</p></div>
<div id="attachment_363" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW03.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW03-1024x692.jpg" alt="Andacht am Bildstock in Klutschkau vor der Prozession (Foto: Heidmar Schindler)" title="Andacht am Bildstock in Klutschkau vor der Prozession (Foto: Heidmar Schindler)" width="640" height="432" class="size-large wp-image-363" /></a><p class="wp-caption-text">Andacht am Bildstock in Klutschkau vor der Prozession (Foto: Heidmar Schindler)</p></div>
<div id="attachment_364" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW04a.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW04a-1024x763.jpg" alt="Prozession von Klutschkau nach Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" title="Prozession von Klutschkau nach Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" width="640" height="476" class="size-large wp-image-364" /></a><p class="wp-caption-text">Prozession von Klutschkau nach Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)</p></div>
<div id="attachment_365" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW04b.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW04b-1024x759.jpg" alt="Prozession von Klutschkau nach Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" title="Prozession von Klutschkau nach Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" width="640" height="474" class="size-large wp-image-365" /></a><p class="wp-caption-text">Prozession von Klutschkau nach Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)</p></div>
<div id="attachment_366" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW04c.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW04c-1024x692.jpg" alt="Prozession von Klutschkau nach Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" title="Prozession von Klutschkau nach Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" width="640" height="432" class="size-large wp-image-366" /></a><p class="wp-caption-text">Prozession von Klutschkau nach Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)</p></div>
<div id="attachment_367" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW05.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW05-1024x691.jpg" alt="Prozession mit Blick auf Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" title="Prozession mit Blick auf Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" width="640" height="431" class="size-large wp-image-367" /></a><p class="wp-caption-text">Prozession mit Blick auf Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)</p></div>
<div id="attachment_368" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW061.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW061-1024x678.jpg" alt="Gnadenaltar in der Wallfahrtskirche Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" title="Gnadenaltar in der Wallfahrtskirche Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)" width="640" height="423" class="size-large wp-image-368" /></a><p class="wp-caption-text">Gnadenaltar in der Wallfahrtskirche Liebeschitz (Foto: Heidmar Schindler)</p></div>
<div id="attachment_369" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW08.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2012/07/Bild-LW08-1024x692.jpg" alt="Wallfahrerfahne mit der Aufschrift „Marien-Wallfahrtsort Liběšice u Žatce“ (Foto: Heidmar Schindler)" title="Wallfahrerfahne mit der Aufschrift „Marien-Wallfahrtsort Liběšice u Žatce“ (Foto: Heidmar Schindler)" width="640" height="432" class="size-large wp-image-369" /></a><p class="wp-caption-text">Wallfahrerfahne mit der Aufschrift „Marien-Wallfahrtsort Liběšice u Žatce“ (Foto: Heidmar Schindler)</p></div>
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		<title>Ein Spätsommertag in Saaz</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 18:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Gerhard Illing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmen]]></category>
		<category><![CDATA[der Ackermann und der Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Henslin]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes von Saaz]]></category>
		<category><![CDATA[Saaz]]></category>
		<category><![CDATA[Sudetenland]]></category>
		<category><![CDATA[Zatec]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ hat zu einer Feierstunde am 30. Oktober 2011 in Žatec/Saaz im neuen parkähnlich angelegten Klostergarten eingeladen. Aufgestellt wurde eine Steinbüste des „Johannes von Saaz“ (Johannes Henslin) zur Erinnerung an die kulturellen Leistungen der Bürger von Saaz, &#8230; <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/317/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p><p>The post <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/317/">Ein Spätsommertag in Saaz</a> appeared first on <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de">Stiftung Saazer Heimatmuseum</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ hat zu einer Feierstunde am 30. Oktober 2011 in Žatec/Saaz im neuen parkähnlich angelegten Klostergarten eingeladen. Aufgestellt wurde eine Steinbüste des „Johannes von Saaz“ (Johannes Henslin) zur Erinnerung an die kulturellen Leistungen der Bürger von Saaz, unseren Vorfahren, die viele Jahrhunderte zurückreichen. Die Büste wurde nach vorhandenen Holzschnitten von Urs Koller, einem Bildhauer aus Rohrschach am Bodensee, im Auftrag des Saazer Kulturkreises und der Fördergemeinschaft Stiftung Saazer Heimatmuseum hergestellt.</p>
<div id="attachment_322" class="wp-caption aligncenter" style="width: 1010px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2011/11/09_klostergarten.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2011/11/09_klostergarten.jpg" alt="Büste von Johannes von Saaz in Saaz/Zatec" title="Büste von Johannes von Saaz in Saaz/Zatec" width="1000" height="750" class="size-full wp-image-322" /></a><p class="wp-caption-text">Büste von Johannes von Saaz in Saaz/Zatec</p></div>
<p>Zu einem gemeinsamen Mittagessen im Hotel „Cerny Orel“ (Schwarzer Adler) am Schießhausplatz in Saaz, trafen sich 46 ehemalige Saazer und Heimatfreunde, die aus allen Teilen Deutschlands angereist waren. Der Vizebürgermeister der Stadt Žatec, Herr Ing. Jan Novotný und seine Sekretärin begrüßten die deutschen Gäste sehr freundlich. Nach dem harmonischen Zusammensein erfolgte um 14 Uhr die Einweihungsfestlichkeit im Klostergarten. Anwesend war Frau Bürgermeisterin Ždenka Hamousová und Herr Novotný, Abgeordnete der Stadt Žatec, zahlreiche Ehrengäste und die angereisten ehemaligen Saazer Bürger mit ihren Freunden und Bekannten.<span id="more-317"></span></p>
<p>Herr Dr. Gerhard Illing berichtete in seiner Ansprache auch darüber, dass die Absicht ein Denkmal von „Johannes von Saaz“ zu errichten, nach der Fertigstellung der vom Kulturkreis Saaz e.V. finanzierten Gedenkstätte im St.-Antonius-Friedhof in Saaz, zu Allerheiligen im Jahre 2008, in einem Gespräch mit den damaligen Bürgermeister Erich Knoblauch, Herrn Vizebürgermeister Aleš Kassal und Herrn Hans Ranek, dem Vermittler und Dolmetscher in allen Angelegenheiten des Saazer Kulturkreises und Heimatmuseums geplant wurde. Der Vorstand des Kulturkreises Saaz e.V. und einige langjährige Mitglieder haben sich intensiv darum bemüht, einen Bildhauer zu finden, der eine Büste von Johannes von Saaz. anfertigen könnte. Herr Urs Koller aus Rohrschach erklärte sich dazu bereit. Als Vorlagen diente eine Auswahl von Holzschnitten mit Abbildungen des berühmten und weltweit bekannt gewordenen Verfassers des Streitgespräches der „Ackermann und der Tod“, geschrieben in Saaz im Jahr 1400.</p>
<p>Herr Urs Koller fertigte eine gut gelungene Gussform an, in der drei Büsten aus Kunststein hergestellt wurden. Eine Büste wurde im Mai diesen Jahres Frau Bürgermeisterin Hamousová für die Stadt Žatec als Geschenk übergeben. Die zweite wird im Saazer Heimatmuseum in Georgensgmünd aufgestellt, die dritte Büste wird 2012 im neu gegründeten Saazer Heimatmuseum in der Stadt Schweinfurt aufgestellt. Die im Mai in Saaz übergebene Büste wurde auf einer von der Stadt Žatec in Auftrag gegebenen und gefertigten Edelstahlstele aufgesetzt. Die bemerkenswerten Inschriften auf der Stele in Tschechisch und Deutsch lauten:</p>
<p><em>Saaz Du Beglücktere unter den Schwesterstädten in Böhmen in Dir lebte und arbeite Johannes Henslin von 1383 bis 1411. Er war Rektor der 1256 gegründeten Lateinschule, Stadtschreiber, Verfasser des Streitgespräches der „Ackermann und der Tod“ des bedeutendsten Prosawerkes im Jahr 1400. Er verschaffte der Stadt Saaz in Böhmen in dieser Zeit hohes Ansehen und Ruhm“.</p>
<p>Gestiftet vom Saazer Heimatmuseum 2011</em></p>
<p> Auf der Rückseite der Stele befindet sich ein mit lateinischen Worten hergestelltes Kreuz.</p>
<p><em>> NOTARIUS  VERITAS  SPIRITUS  SOPHIA  MORS < (Notar, Wahrheit, Geist, Weisheit, Tod)</em></p>
<p>Herr Dr. Illing wies in seiner Ansprache darauf hin, dass 1419 Saaz von den Hussiten besetzt und dabei sehr viele Unterlagen vernichtet wurden und deswegen widersprüchliche Angaben über die Biografie des Johannes von Saaz vorliegen. Beispielsweise ist die Angabe, Johannes Henslin wäre erst 1411 nach Prag gegangen, zweifelhaft. Nach anderen Hinweisen verließ er bereits 1404 Saaz. In Prag sind bekanntlich 1409 erhebliche Unruhen ausgebrochen. Studenten und Professoren verließen 1409 Prag und gingen nach Leipzig. Vermutlich hat Henslin zeitweise bis 1411 in Saaz gewohnt, denn er besaß ein Turmhaus in der Stadtmauer. Mit der Aufstellung der Büste des Johannes von Saaz soll an die Zeit vor 700 Jahren hingewiesen werden und damit eine Verbindung zu seinem humanistischem Schaffen in seiner Stadt hergestellt werden. Er war ein geachteter Mitbürger und hat dazu beigetragen, dass Tschechen und Deutsche in einem vereinigten Europa in Frieden zusammenleben können.</p>
<p>Herr Gerold Schmiedbach Vorsitzender der Ackermann-Gemeinde in Frankfurt/Main, hat in seiner Anschlussrede weitere Erklärungen abgegeben warum dieses Ereignis für eine Normalisierung der Verhältnisse so wichtig ist.</p>
<p>Seine Rede am Denkmal:<br />
<em>Wenn wir heute das Denkmal für Johannes von Saaz hier in Saaz einweihen, so zeigt auch dieses Ereignis, wie sich die Verhältnisse zwischen Tschechen und Deutschen normalisiert haben. Es gilt unverändert, nicht das Trennende herauszustellen, sondern das Gemeinsame, das, was uns verbindet.</p>
<p>Die Büste, die nun hier mitten im Klostergarten steht, ist auch für die Ackermann-Gemeinde eine große Freude; hat der Geehrte ihr doch den Namen gegeben. Warum ist der Ackermann von Saaz für Deutsche und Tschechen so wichtig? Der Ackermann, der mit dem Tod streitet, weiß, dass alles, was er auf dieser Erde schätzt und als ein hohes Gut empfindet, ständig gefährdet ist durch den Tod und Teufel. Es ist für den Menschen immer leidvoll, seine Grenzen zu erfahren.</p>
<p>Erst als der Ackermann bereit war, eine göttliche Ordnung im Weltgeschehen anzuerkennen, gab ihm der Tod den Rat, der ihm helfen soll, sein persönliches schweres Schicksal, den Verlust seiner jungen Frau, zu überwinden und die Menschheit gegen die Geißel des Todes innerlich zu festigen. Er riet ihm:</p>
<p>- Kehr dich  vom Bösen und tue das Gute!<br />
- Suche den Frieden und übe ihn stets!<br />
- Über alle irdischen Dinge habe lieb ein reines und lauteres Gewissen!</p>
<p>Diese Sendung ist auch an die heutigen Generationen gerichtet, sie ist zeitlos und richtet sich eben auch an Deutsche wie an Tschechen. Der Ackermann-Gemeinde, die nach dem zweiten Weltkrieg von aus der Tschechoslowakei ausgewiesenen Deutschen gegründet wurde, ist dieser christliche Humanismus eine Aufforderung für ihre Einstellung und Tätigkeit. Es gibt diese Gemeinschaft seit gut 60 Jahren. Aus dem gleichen Gebiet entstand vor über zehn Jahren die tschechische Ackermann-Gemeinde, die Združeni Acker-Gemeinde mit Sitz in Prag. Wir sind Schwesterorganisationen, die eng verbunden sind. So trägt Johannes von Saaz auf mehrfacher Weise dazu bei, dass sich Tschechen und Deutsche heute auf europäischer Ebene wieder finden und für eine gute gemeinsame europäische Zukunft arbeiten. Seine anspruchsvolle Dichtung ermahnt uns, uns zu bewähren!</em></p>
<p>Mit dem Streit des Ackermanns mit dem Tod soll an die göttliche Ordnung erinnert werden. Schwere Verluste, großes Leid, die Johannes durch den frühen Tod seiner jungen Frau Margaretha erfuhr, sind durch die Abkehr vom Bösen und die Suche nach dem Guten zu überwinden. Diese Ratschläge werden auch uns für die Suche nach einem dauerhaften Frieden gegeben und uns die Einsicht vermitteln aus der Vergangenheit zu lernen. Die Aufstellung der Büste ist ein wichtiger Schritt in eine friedliche europäische Zukunft. Der 30. Oktober 2011 wird uns daran erinnern und der Tag wird unvergessen bleiben.</p>
<p>Wer Opfer vergisst, tötet sie noch einmal</p>
<p>Nach dem feierlichen Ereignis im Klostergarten, über 70 interessierte Personen nahmen an der Einweihung teil, darunter auch viele Tschechen, wurde die in 2008 vom Kulturkreis Saaz e.V. in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Žatec errichtete Gedenkstätte im sehr gepflegten St.-Antonius-Friedhof besucht. Die Gedenkstätte war mit herbstlichem Laub bedeckt und vermittelte den vielen Besuchern die Stimmung für ein stilles Gedenken. Für Allerheiligen und Allerseelen wurden Blumen und Kränze niedergelegt und Kerzen angezündet.</p>
<p>Auch die Nachkriegsopfer in 1945/46, es waren hauptsächlich deutsche Bürger und Kinder der Stadt Saaz, waren die Folgen einer verfehlten Politik. Es darf kein Tabu geben die Verantwortlichen dafür zu nennen. Der 28. Oktober ist der Gründungstag der ersten tschechoslowakischen Republik, einem Vielvölkerstaat mit 14 Millionen Einwohnern, darunter etwa 7 Millionen Tschechen, 3,5 Millionen Deutschen und 3,5 Millionen Slowaken, Ungarn, Polen und Ukrainer.</p>
<p>Die Herren Masaryk und Benesch hatten während des ersten Weltkrieges in den USA den damaligen Präsidenten Wilson besucht und ihn gebeten, nach dem Kriegende und der Zerschlagung des Vielvölkerstaates Österreich einen eigene Staat zu bekommen. Wilson hatte zugestimmt unter der Bedingung, der Gleichberechtigung aller Mitbürger nach dem Vorbild der Schweiz. Leider haben die beiden Herrn dieses Versprechen gebrochen und einen tschechischen Nationalstaat gegründet mit tschechisch als einziger Landessprache.</p>
<p>Mit der gesetzlichen Anordnung, dass tschechisch die alleinige Staatssprache ist, verloren alle Staatsangestellten bei der Bahn, Post, die Lehrer im Schuldienst und alle sonstigen Beamten oder Angestellte, die über keine ausreichenden Kenntnisse der tschechischen Sprache verfügten, ihre Anstellungen. Es entstand ein Millionheer von Arbeitslosen, die zwangsläufig gegen diesen neuen Staat waren. Daraus sind auch die Voraussetzungen für die schrecklichen Ereignisse in den darauf folgenden Jahrzehnten entstanden.</p>
<p>Dem Kulturkreis Saaz e.V. ist es nach jahrelangen Bemühungen gelungen, die ehrenvolle Gedenkstätte im St.-Antonius-Friedhof zu errichten, um damit an die Ursachen und an die vielen unschuldigen Opfer der Verfolgung und Vertreibung in den Jahren ab 1920 bis 1946 zu gedenken. Das gilt auch für alle tschechischen und jüdischen Mitbürger. Wir können nur hoffen, dass die Menschen aus diesem unsäglichen Leid, das unschuldigen und wehrlosen Menschen zugefügt wurde, lernen und wach bleiben, dass nie mehr ein so schreckliches Feindbild in den Herzen wachsen kann. Die Menschenrechte und die gottgegebene Würde, die jedem Menschen innewohne, seien im wahrsten Sinn des Wortes mit Füßen getreten worden.  Es ist nun die Aufgabe der immer weniger werdenden Zeitzeugen auf tschechischer und deutscher Seite Nachkommen zu finden und zu beauftragen, diesen Weg in eine gemeinsame Zukunft in Freiheit und Frieden zu finden und zu sichern.</p>
<p>Herr Hans Ranek, Historiker, geboren am 11.01.1929 in Saaz, hat sich für die Durchsetzung der kulturellen Interessen des Kulturkreises Saaz e.V. in Saaz über Jahrzehnte lang mit seinen guten Sprachkenntnissen, seinen Verbindungen und engen Kontakten zur Stadtverwaltung Žatec und anderen Institutionen uneigennützig eingesetzt und diese wertvollen Verbindungen ständig gepflegt und aufrecht erhalten. Dafür gebührt ihm unser uneingeschränkter Dank. So ermöglichte er auch die Errichtung der Gedenkstätte im Friedhof und die Aufstellung der Büste des Johannes von Saaz im Klostergarten. Leider konnte er aus gesundheitlichen Gründen, er befindet sich derzeit im Saazer Krankenhaus, nicht an dem Zusammentreffen teilnehmen. Seine geliebte Frau Antonie ist am 7. November 2011 verstorben. Wir wünschen unserem lieben und treuen Heimatfreund Hans Ranek eine möglichst baldige Genesung.</p>
<p>Dr. Gerhard Illing und Horst Helmer im Namen der Stiftungsbeiräte und der Saazer Freunde. Herzlicher Dank gebührt den treuen Helfern und Gönnern der Stiftung Saazer Heimatmuseum.</p>
<p>November 2011</p>
<p>++++++++++++++++++++++++++++</p>
<p><em>Zu der Einweihung der Büste haben uns viele Fotos erreicht. Diese werden derzeit gesammelt und in kürze für Interessierte zur Verfügung gestellt. Wenn Sie auch Fotos von der Veranstaltung gemacht haben, oder gar einen Bericht darüber schreiben wollen, dürfen Sie sich gerne an uns wenden.</p>
<p>mail@saazer-heimatmuseum.de</em><strong></p>
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		<title>Bilder von der Gedenkstein-Einweihung in Groß Umstadt</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 12:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Gerhard Illing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im September wurde im Gedenken an Johannes Henslin ein Gedenkstein in Groß Umstadt eingeweiht. Die schönsten Bilder von der Feierlichkeit finden Sie in der Bilder-Galerie. ZU DER BILDER-GALERIE</p><p>The post <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/bilder-von-der-gedenkstein-einweihung-in-gros-umstadt/">Bilder von der Gedenkstein-Einweihung in Groß Umstadt</a> appeared first on <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de">Stiftung Saazer Heimatmuseum</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im September wurde im Gedenken an Johannes Henslin ein Gedenkstein in Groß Umstadt eingeweiht. Die schönsten Bilder von der Feierlichkeit finden Sie in der Bilder-Galerie.</p>
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		<title>Vortrag von Gerold Schmiedbach zur Gedenkstein-Einweihung in Groß-Umstadt</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 12:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Gerhard Illing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Vortrag von Gerold Schmiedbach am 04.09.2011 in Groß-Umstadt Der Ackermann und der Tod Während der Regierungszeit von Karl IV, es war die Blütezeit Böhmens, ist der „Ackermann von Böhmen“ entstanden. Das Stück handelt „Von der Klage des Men-schen wider den &#8230; <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/vortrag-von-gerold-schmiedbach-zur-gedenkstein-einweihung-in-gros-umstadt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p><p>The post <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/vortrag-von-gerold-schmiedbach-zur-gedenkstein-einweihung-in-gros-umstadt/">Vortrag von Gerold Schmiedbach zur Gedenkstein-Einweihung in Groß-Umstadt</a> appeared first on <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de">Stiftung Saazer Heimatmuseum</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2011/09/gedenkstein_illing_schmiedbach_blog.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2011/09/gedenkstein_illing_schmiedbach_blog-1024x869.jpg" alt="" title="gedenkstein_illing_schmiedbach_blog" width="640" height="543" class="aligncenter size-large wp-image-294" /></a></p>
<p><em><strong>Vortrag von Gerold Schmiedbach am 04.09.2011 in Groß-Umstadt</strong></em></p>
<p><strong>Der Ackermann und der Tod</strong></p>
<p>Während der Regierungszeit von Karl IV, es war die Blütezeit Böhmens, ist der „Ackermann von Böhmen“ entstanden. Das Stück handelt „Von der Klage des Men-schen wider den Tod und Gottes Urteil“. Der Tod Margarethas, der Frau des Acker-manns, war Anlass für eine besonders würdige Ausstattung des Textes als eine Art Totenklage.</p>
<p>In seiner Dichtung nennt sich Johannes Henslin, der Dichter, im Schlusskapitel „Jo-hannes“. Er wurde  um 1359 in Westböhmen geboren. Verschiedentlich nennt er sich „von Schüttwa“ oder „von Tepl“. Wahrscheinlich erreichte er an der Prager Karls-Universität die Magisterwürde. Von 1383 an war er Stadtschreiber von Saaz an der Eger und führte den Titel eines öffentlichen Notars der Diözese Prag. Saaz/Žatec wurde 1250 als königliche Stadt gegründet.<span id="more-293"></span></p>
<p>Um 1400 schrieb Johannes von Saaz das bedeutendste Werk des Frühhumanismus in deutscher Sprache, das in Böhmen entstand und dem Lebensgefühl der Renais-sance entsprang – eben seinen großartigen Dialog „Der Ackermann aus Böhmen“.<br />
Man bezeichnet diese Zeit als Frührenaissance – Zeit der Wiedergeburt. Aus der scharfen Auseinandersetzung der menschlichen sapiencia mit der Welt  sollte ein neuer Mensch geboren werden. Vorbilder für diese Auseinandersetzung fand man bei den großen alten Meistern der Logik und Dialektik: bei Aristoteles und seinen Schülern. Die Kunst des Dialogs lernte man von Platon und Seneca. Ungeheuere innere Spannungen erschütterten die Zeit: Freude am Leben, aber auch Ängste vor der Laune und Wandelbarkeit des Glückes. Wo liegt die rechte Mitte zwischen äuße-rem Reichtum und christlicher Askese, zwischen irdischem Glück und Besitz des höchsten Gutes, zwischen Sinn des Lebens und Wesen des Todes? Um diese Frage rangen die größten Geister.</p>
<p>In dieser Zeit mit  ihren ungeheueren Erschütterungen starb dem Stadtschreiber Jo-hannes von Saaz seine, wie es heißt, viel geliebte Frau Margaretha, die rührend be-sorgte Mutter seiner Kinder, seine Ehefrau, die ihm in einer Welt, in der alles zu wan-ken schien, ein fester Halt war.  Nun war die Zeit für den Ackermann gekommen, al-les, was seinen Geist aufwühlte, niederzuschreiben. Er verarbeitete nicht nur die ganze Weisheit seiner Zeit, mit der er sich auseinandergesetzt hatte, sondern, er brachte seine Persönlichkeit, seinen Schmerz mit ein.</p>
<p>So entwickelte er eine Szene in drei Stufen:</p>
<p>1. 	Das Gericht.<br />
2. 	Der Streit um die Wahrheit in philosophischer Disputation = Streitgespräch.<br />
3.	Das Gebet.</p>
<p>Und so konnte er beginnen. Vom Tod seiner Frau zutiefst getroffen, fordert der Ackermann leidenschaftlich Gottes schwerste Acht über den Tod. Das ist das Ge-richt. Der Tod, erschienen in der Würde eines gekrönten Fürsten, fragt Ackermann nach Name und Grund der Klage. Aber der Ackermann wiederholt im Übermaß sei-nes Gefühls dreimal den schwersten Fluch: Sein Verlust sei unersetzlich. Der Tod entgegnet ihm mit der Weisheit der Stoiker: Alle Liebe müsse in Leid enden, der Tod sei eine Notwendigkeit des Lebens.</p>
<p>Da tritt die Wendung ein. Der Ackermann fragt den Tod, wer er sei, was er sei, wo er hause. Nun beginnt die Disputation. Der Ackermann lässt die Hände sinken, der Tod legt Krone und Zepter ab. Beide lassen das Persönliche weg und sprechen über das Wesen der Welt und den Sinn der Menschheit. Was ist Gerechtigkeit?  Rede und Widerrede folgen wie Hammerschläge: Vergänglichkeit der Schönheit, Überwindung der Triebe, Recht und Freude und schönes Leben, aber auch Hinfälligkeit und Unflä-tigkeit der Menschennatur.</p>
<p>Und nun kommt die zweite Wende: Der Ackermann bittet den Tod um Rat, wie er sein Leid überwinden könne. Der Streit geht weiter. Der Kläger schildert das Meis-terwerk Gottes, den menschlichen Körper mit Worten, wie sie nur ein Dichter des Humanismus finden konnte. Aber der Tod antwortet mit Verachtung aller menschli-chen Künste. Es folgt der Streit über Freuden und Leid des Ehestandes, um die Vor-züge und Gebrechen weltlicher und geistlicher Stände, um Frauenzucht und Begier-de des Fleisches, bis die Streitenden wieder vor der Frage stehen: Was ist der Tod?<br />
Da holen beide zu letzten Schlägen aus: Der Ackermann wirft die platonische An-schauung von der ewigen Verwandlung der Schöpfung ein, im Vertrauen auf Gottes Ordnung und Gerechtigkeit fordert er den Tod endgültig vor Gottes Gericht. Die Ant-wort des Todes ist eine vernichtende Kritik der nur auf das Diesseits gerichteten Kul-tur, die der Menschheit doch nur Ängste, Trübsal und Leid bringe, und gibt dem Klä-ger den Rat, sich vom Bösen zu kehren, Frieden zu üben und über alles ein reines Gewissen zu stellen. Und: Er ist bereit, mit dem Kläger, dem Ackermann, vor Gericht zu treten. Gott spricht das Urteil. Kläger und Tod verweist er in ihre Schranken, aber er lobt: Der Streit sei mit allen Waffen geführt worden, denn dieser Streit offenbare die Wahrheit.</p>
<p>Der Streit ist zu Ende. Der Tod als Sieger über das Irdische des Menschentums tritt von der Bühne ab. Der Mensch steht vor Gott. Er stimmt einen Hymnus auf die Macht und Größe Gottes an. Die Worte schwellen an, dann folgt das ergreifende Ge-bet um die Seelenruhe der verstorbenen Frau, und das Spiel verklingt mit einem in-nigen Amen. </p>
<p>Der Aufbau der Szene des Werkes ist dreistufig. Johannes von Saaz steigert inner-halb der Sätze die Satzteile dreigliedrig. „Drei“ ist die Kompositionszahl des Wortes, bestimmt vom Geist der Dialektik.</p>
<p>Was bedeutet die Dichtung heute? Sie ist so von Blut und Leben erfüllt, dass sie uns auch ohne Erklärung und Deutung ergreift. Die in der Dichtung gezeichneten Bilder gleichen in Tiefe und Klarheit den Holzschnitten Dürers. Mit „Ritter, Tod und Teufel“ haben sie geistig viel gemeinsam: Der Ackermann kämpft wie ein Ritter um den Sinn seines Menschentums, im „Tod“ aber fließen das Gerippe der Vergänglichkeit und der Teufel der ewigen Verneinung zusammen.</p>
<p>Der Ackermann weiß: Alles, was er am Menschentum schätzt, ist ständig gefährdet durch Tod und Teufel. Dem Menschen ist es stets leidvoll, seine Grenzen zu erfah-ren. Überzeugend weist der Tod nach, dass der Tod mit Wirken und Zusammenhang der Natur verbunden ist. Jedes Wesen müsse einmal zum Nichtwesen werden. Alles irdische Glück, alles Liebe müsse am Ende zum Leid ausschlagen. Der Tod ist  ein Geschehen, in der Natur und in Gottes Hand. Damit verliert er seinen Schrecken. Der Mensch hat die Freiheit, den Tod als ein Geschehen höherer Weisheit zu erkennen. </p>
<p>„Wenn es zu spät ist, wollen alle fromm werden“ – ein furchtbares Wort, das der Tod in seinem Schlusskapitel spricht. Es ist die andere Seite des Geschehens, es ist die höhere Weisheit. Erst als der Ackermann bereit ist, eine göttliche Ordnung im Welt-geschehen anzuerkennen, gibt ihm der Tod den Rat, &#8211; den dreifachen Rat &#8211; , der ihm helfen soll , sein persönliches Leid zu überwinden, und die Menschheit gegen die Geißel des Todes innerlich festzumachen:</p>
<p>1.	Kehre dich vom Bösen und übe das Gute!<br />
2.	Suche den Frieden und übe ihn stets!<br />
3.	Über alle irdischen Dinge habe ich ein reines und lauteres Gewissen!</p>
<p>Das ist es, was das Mittelalter und auch der Humanismus unter „fromm“ verstanden: Nicht einseitige Andachtsübungen, sondern Bewährung des ganzen Menschen in der göttlichen Ordnung. Wer die drei Ratschläge beachtet, der kann getrost vor Gott hin-treten und sein Urteil erwarten; er hat gut gekämpft.<br />
So spricht die Dichtung unmittelbar zu uns. In diesem Sinne können wir ohne Gefahr der Übertreibung sagen: Johannes von Saaz hat eine Botschaft auch an die heutige Menschheit, seine Botschaft ist zeitlos und drängt uns zum Nachdenken.</p>
<p>In der „Ackermann-Gemeinde“ haben sich 1946 nach Flucht und Vertreibung deut-sche Katholiken aus der Tschechoslowakei zusammengefunden. Für sie ist der christliche Humanismus nicht ein Markenschild, sondern eine todernste Aufforderung an alle. Sie hatten versucht, wie der Ackermann, ihr Leid aus dem schweren Schick-sal von Grausamkeit, Fanatismus mit oft unermesslichem Leid, das die Vertreibung ihnen aufgebürdet hatte, zu überwinden. Schon bald galten der neu entstandenen Gemeinschaft Bemühungen um Versöhnung mit dem tschechischen Volk als beson-ders wichtig. Heute pflegen wir viele Beziehungen und eine Reihe von Partnerschaf-ten mit Tschechen. Die Ackermann-Gemeinde der Diözese Mainz hat viele Verbin-dungen, arbeitet vor allem eng mit dem Bischöflichen Gymnasium in Ostrau zusam-men – sehr zum Vorteil und zur Freude beider Seiten. Wir besuchen uns gegenseitig. Jedes Jahr kommen Schüler und zwei Lehrer zu unserer Jahrestagung nach Hep-penheim, auf der beide Seiten interessierende Themen besprochen werden. Die christlich-humanistische Basis hier wie dort erleichtert alle Bemühungen. Unter christ-lich verstehen wir die Gemeinsamkeit von Katholiken und Evangelischen. Auch nicht in den Böhmischen Ländern Verwurzelte sind willkommen.</p>
<p>Das Denkmal für Johannes Henslin, das wir heute einweihen ist nicht nur eine Erin-nerung an einen Saazer Bürger und an die vertriebenen Deutschen, die hier eine neue Heimat fanden. Seine Dichtung ermahnt uns zur Bewährung der Menschen in einer göttlichen Ordnung. Dabei stehen die vertriebenen Deutschen auch als Para-digma für ein Schicksal, das den Einzelnen wie ganze Gruppen auch heute treffen kann, es gibt Beispiele genügend.</p>
<p>Die Welterklärung von Johannes von Saaz wird insofern gültig bleiben, als sie sich für bestimmte Kulturkreise als vernünftig und lebenserhaltend erweist, sie wird auch unvermerkt unter den Menschen wandeln, solange die Menschen nur Menschen bleiben.</p>
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		<title>Gustav Hacker und Johannes Henslinus</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 14:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Gerhard Illing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Vortrag von Dr. Thomas Lippert am 04.09.2011 anlässlich der Gedenktafel Einweihung von Johannes von Saaz in der Gustav-Hacker-Siedlung in Groß-Umstadt. Auf den ersten Blick scheint der Namenspatron dieser Siedlung, Gustav Hacker, ein Politiker des mittleren 20. Jahrhunderts, wenig Gemeinsamkeit zu &#8230; <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/gustav-hacker-und-johannes-henslinus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p><p>The post <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/allgemein/gustav-hacker-und-johannes-henslinus/">Gustav Hacker und Johannes Henslinus</a> appeared first on <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de">Stiftung Saazer Heimatmuseum</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vortrag von Dr. Thomas Lippert am 04.09.2011 anlässlich der Gedenktafel Einweihung von Johannes von Saaz in der Gustav-Hacker-Siedlung in Groß-Umstadt.</em></p>
<p><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2011/09/dr_lippert.jpg"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2011/09/dr_lippert-1024x909.jpg" alt="" title="dr_lippert" width="640" height="568" class="aligncenter size-large wp-image-331" /></a></p>
<p>Auf den ersten Blick scheint der Namenspatron dieser Siedlung, Gustav Hacker, ein Politiker des mittleren 20. Jahrhunderts, wenig Gemeinsamkeit zu besitzen mit Johannes Henslin, dem Gelehrten und Poeten des späten Mittelalters. Genauere Betrachtung jedoch eröffnet eine Reihe von Parallelen und Übereinstimmungen.</p>
<p>Zunächst der geographische Aspekt: Gustav Hacker wurde am 20. September 1900 in Lubau bei Podersam geboren, also kaum 20 Kilometer südwestlich von Saaz, der langjährigen Wirkungsstätte des Johannes.<br />
Beide waren Bauernsöhne, die durch immensen Fleiß und überdurchschnittliche Begabung in die Elite der Gesellschaft ihrer Zeit aufstiegen, ihre einfache Herkunft aber in ihrem Wirken nie verleugneten. Beide bemühten sich um die Bildung der Jugend ihrer Zeit: Johannes leitete um 1400 über viele Jahre die Lateinschule in Saaz, Gustav Hacker gründete in den frühen Dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts mehrere Landwirtschaftsfachschulen in Westböhmen.<span id="more-328"></span></p>
<p>Beide lebten in einer unruhigen Zeit des geistigen und gesellschaftlichen Wandels. Die Lebenszeit des Johannes deckt sich weitgehend mit der seines Namensvetters, des tschechischen Reformators Jan Hus. Wie dieser starb er um 1415, vier Jahre vor Ausbruch der Hussitenkriege.</p>
<p>Gustav Hacker wurde in eine Zeit zunehmender ethnischer Konflikte in der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie hineingeboren. Gerade in der Zeit, als er die Reifeprüfung – in Österreich bekanntlich Matura genannt – ablegte, erlebte er am Ende des I. Weltkrieges ihre Auflösung und die Gründung der Tschechoslowakischen Republik (ČSR) auf dem Boden des bisherigen Königreiches Böhmen und Oberun-garns. Nachdem friedliche Proteste gegen die Angliederung ihrer Siedlungsgebiete an diesen neuen Staat anstelle des Verbleibs bei Österreich am 4. März 1919 von tschechischem Militär blutig niedergeschlagen worden waren, beschlossen viele deutschsprachige Bewohner Böhmens und Mährens – später als Sudetendeutsche bezeichnet – zu versuchen, durch aktive Beteiligung an der Politik der Republik die Interessen ihrer ethnische Minderheit zu wahren.</p>
<p>Eine dieser ‚aktivistischen‘ Parteien war der Bund deutscher Landwirte (BdL), die politische Interessenvertretung der deutschsprachigen Bauern in der ČSR, die Hackers politische Heimat wurde. Von 1928 an leitete er die Jugendorganisation dieser Partei, die Deutsche Landjugend in der Tschechoslowakei. Als er 1936 zum Obmann (=Vorsitzenden) des BdL aufstieg, hatte sich die politische Situation erheblich verschlechtert: Viele Sudetendeutsche verloren die Hoffnung, in der ČSR als gleichberechtigte Bürger neben den Tschechen anerkannt zu werden. Zudem schürte das NS-Regime im benachbarten Deutschen Reich den Widerstand gegen die tschechische Staatsführung unter Edvard Beneš. Die von Konrad Henlein geführte Sudentendeutsche Partei (SdP) geriet in zunehmende Abhängigkeit von Hitlers NSDAP. Der äußere Druck erzwang 1938 die Angliederung der bisherigen aktivistischen Parteien der Deutschen in der ČSR, dar-nter auch des BdL, an die SdP.</p>
<p>Die Abtrennung der von Sudetendeutschen bewohnten Siedlungsgebiete von der ČSR und ihre Angliederung an das Deutsche Reich wurden dann am 21. September 1938 von den europäischen Westmächten Großbritannien und Frankreich in einem Telegrammwechsel mit der Regierung der ČSR vereinbart, bevor am 28. September in der Münchener Konferenz die Modalitäten dieses Anschlusses von ihnen, Italien und Deutschland beschlossen wurden. Während der Herrschaft des NS-Regimes über die Sudetengebiete, ab März 1939 auch über das Protektorat Böhmen und Mähren konnte sich Gustav Hacker nicht politisch betätigen. Dennoch wurde er nach der Kapitulation 1945 als Mitschuldiger an der Zerschlagung der ČSR verurteilt und blieb bis 1949 in Haft, um anschließend, wie zwischenzeitlich etwa drei Millionen an-dere Sudetendeutsche, aus der ČSR vertrieben zu werden.</p>
<p>In dem 1945 von der amerikanischen Besatzungsmacht neu gegründeten Land Hessen betätigte sich Hacker nach seiner Ankunft sehr bald in verschiedenen Ämtern an Programmen zur Linderung der Not enteigneter Heimatvertriebener und deren Ein-gliederung in die Gesellschaft. Mit Gleichgesinnten gründete er die Gesamtdeutsche Partei/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (GDP/BHE), deren Vorsitz er später kurzzeitig übernahm. Diese Partei war in Hessen über mehrere Legislaturperioden Koalitionspartner der SPD. Ministerpräsident Georg August Zinn (SPD) ernannte Gustav Hacker 1955 zum Minister für Landwirtschaft und Forsten, und Hacker blieb zwölf Jahre lang in diesem Amt.</p>
<p>Die Idee zur Gründung einer großen Siedlung, aus Baugrundstücken von jeweils etwa tausend Quadratmetern Grundfläche, für nebenerwerblich tätige Landwirte, für seit 1945 enteignete und vertriebene Bauern, entstand Mitte der fünfziger Jahre. Gustav Hacker als Hauptinitiator führte die Verhandlungen mit der Stadt Groß-Umstadt und konnte erhebliche Landesmittel zur Unterstützung des Projektes bereitstellen; Groß-Umstadt und die – damals noch selbständige – Gemeinde Richen stellten die größtenteils gemeindeeigene Fläche für 155 Grundstücke zur Verfügung. Anlässlich der offiziellen Grundsteinlegung am 22. Juni 1957 erhielt die Siedlung den Namen Gustav Hackers.</p>
<p>Die Namensgebung nach dem noch (bis 1979) lebenden Minister, von der Groß-Umstädter Stadtverordnetenversammlung am 9. Juli 1956 beschlossen, wurde zunächst von einigen Seiten kritisiert. Gustav Hacker selbst war sich der Problematik wohl bewusst, die darin bestand, dass die Stadt vom Namens-patron natürlich die Vermittlung besonderer finanzieller Zuwendungen des Landes Hessen erwartete, die Hacker nicht in allen Fällen ermöglichen konnte. Langfristig aber erwies sich die Namensgebung sicherlich als richtig, denn sie bewahrt die Erinnerung an einen äußerst engagierten Sachwalter besitz- und heimatlos gewordener Landwirte auch für kommende Generationen.</p>
<p>Groß-Umstadt, den 04. September 2011<br />
Dr. Thomas Lippert</p>
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		<title>Mainpost berichtet: &#8220;Obere Straße 8 wird zum Museum&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 19:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Gerhard Illing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Errichtung einer Zweigstelle des Saazer Heimatmuseums in Schweinfurt rückt näher. Zu diesem Anlass hat die Stadt Schweinfurt eine Pressekonferenz abgehalten, an der für die Stiftung Saazer Heimatmuseum auch Dr. Gerhard Illing teilnahm. Lesen Sie hier den gesamten Artikel vom &#8230; <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/neuigkeiten/mainpost-berichtet-obere-strase-8-wird-zum-museum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p><p>The post <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/neuigkeiten/mainpost-berichtet-obere-strase-8-wird-zum-museum/">Mainpost berichtet: &#8220;Obere Straße 8 wird zum Museum&#8221;</a> appeared first on <a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de">Stiftung Saazer Heimatmuseum</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Errichtung einer Zweigstelle des Saazer Heimatmuseums in Schweinfurt rückt näher. Zu diesem Anlass hat die Stadt Schweinfurt eine Pressekonferenz abgehalten, an der für die Stiftung Saazer Heimatmuseum auch Dr. Gerhard Illing teilnahm. Lesen Sie hier den gesamten Artikel vom 5.8.2011.</p>
<p><strong>Obere Straße 8 wird zum Museum</strong> &#8211; aus der Mainpost von Stefan Sauer</p>
<p>Es muss eine große Erleichterung gewesen sein, welche die Verantwortlichen der Stadt befallen hat, als sich Gerhard Illing im Internet auf das Projekt gestoßen ist und Interesse an ihrem Gebäude Obere Straße 8 bekundet hat. Lange Zeit stand es leer. Mit 350 000 Euro aus dem Entschädigungsfonds der Denkmalpflege hat es die Stadt von einem „erbärmlichen“ in einen halbwegs sanierten Zustand befördert – und endlich einen Käufer und Nutzer gefunden: die „Stiftung Saazer Heimatmuseum“.<span id="more-283"></span></p>
<p>Ihr Anliegen ist es, die Kultur und Geschichte der Deutschen im tschechischen Saaz, die nach dem Krieg aus ihrer böhmischen Heimatstadt vertrieben wurden, anhand von Bildern, Büchern, Gemälden und Exponaten für die Nachwelt zu bewahren. Ihr Hauptsitz ist seit 1999 im „Markgräflichen Schlösslein“ im mittelfränkischen Georgensgmünd, wo die Stiftung zwei Räume zur Ausstellung und einen Speicher nutzen kann. Doch das Heimatmuseum fasst inzwischen 3000 Exponate, von denen ein Großteil gar nicht ausgestellt werden kann, sondern im Speicher lagern, sagt der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Gerhard Illing, beim Pressegespräch im Rathaus.</p>
<div id="attachment_288" class="wp-caption aligncenter" style="width: 319px"><a href="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2011/08/image0022.png"><img src="http://www.saazer-heimatmuseum.de/wp-content/uploads/2011/08/image0022.png" alt="Wird zum Museum: Im bauhistorisch wie stadtgeschichtlich herausragenden Gebäude Obere Straße 8 – hier die Rückansicht – errichtet die „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ eine Zweigstelle. Im Bild (von links) Herbert Lupprian (Sanierungsstelle), Stiftungsvorstand Gerhard Illing, Architekt Per Brauneck. Bild: Foto: Waltraud Fuchs-Mauder" title="image002" width="309" height="458" class="size-full wp-image-288" /></a><p class="wp-caption-text">Wird zum Museum: Im bauhistorisch wie stadtgeschichtlich herausragenden Gebäude Obere Straße 8 – hier die Rückansicht – errichtet die „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ eine Zweigstelle. Im Bild (von links) Herbert Lupprian (Sanierungsstelle), Stiftungsvorstand Gerhard Illing, Architekt Per Brauneck. Bild: Foto: Waltraud Fuchs-Mauder</p></div>
<p>Im Schlösslein von Georgensgmünd konnte sich das Museum nicht größer ausbreiten, also suchte Illing nach einem geeigneten Objekt für eine Zweigstelle – und wurde in Schweinfurt fündig. Die Stadt ist ihm wohlbekannt. Nach seiner Vertreibung aus Saaz war hier eine Zeit lang sein Zuhause. Hier lernte er seine Frau kennen und heiratete sie im Trausaal des Rathauses, sagt er. Und: Schweinfurt, Obere Straße, im Herzen der Stadt, bedeutet Zentralität und sicher auch mehr Publikumsfrequenz als Georgensgmünd, das „so abseits liegt, dass wir im Jahr nur 200 bis 300 Besucher haben“.</p>
<p>Die Stadt sucht also nach einem Nutzer für das 1558/59 – noch vor dem Schrotturm – erbaute Bürgerhaus, eines der ältesten erhaltenen Gebäude überhaupt, in dem auch noch der Fahrradnaben-Pionier Philipp Moritz Fischer gelebt hat: laut Baureferent Jochen Müller stadthistorisch und baugeschichtlich „von herausragender Bedeutung“; die „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ findet es im Internet, und ihr Vorsitzender ist begeistert. Seit Herbst hat er ein geeignetes Gebäude gesucht. Ein Glücksfall für beide Seiten.</p>
<p>Der Vertrag ist unter Dach und Fach, die Stiftung hat das teilsanierte Haus gekauft. In Zusammenarbeit mit Herbert Lupprian (Sanierungsstelle) und dem Architekten Per Brauneck soll es nun fertigsaniert werden. Wenn es nach Illing geht, ist es zum Jahresende schon so weit. Brauneck will sich da noch nicht festlegen lassen.</p>
<p>Das Konzept sieht so aus, dass im Erdgeschoss Gemälde, Bilder, Bücher, Exponate aus Saaz ausgestellt werden – aber auch auf einer kleiner Fläche an die Zerstörung Schweinfurts erinner wird, so OB Sebastian Remelé. Er freut sich, dass das lange Zeit leer gestandene Haus „einen neuen Hüter bekommen hat“. Im ersten und zweiten Stock sollen Wohnungen entstehen. Mit dem Erlös aus deren Vermietung soll der Betrieb der Ausstellung im Erdgeschoss finanziert werden, so Illing. Es sei ein „relativ teures Projekt, eine Million wird reinfließen, bis alles fertig ist“.<br />
Eine Gedenkstätte soll die Museums-Zweigstelle nicht werden, „davon gibt es genug“ist. Sie soll an die Geschichte, die Lebensart und Kultur der Deutschen in Saaz erinnern – und gleichzeitig für Versöhnung stehen, sagt Gerhard Illing.</p>
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