Aktuelle Bilder aus dem Saazer Heimatmuseum in Schweinfurt

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Ein Ort der Erinnerung, der Besinnung und Versöhnung

Horst Helmer sprach im St.-Antonius-Friedhof in Zatec / Saaz zu „Allerseelen“ am 2.November 2012. Seine Rede erschien zudem in der Sudetenpost.

Heute, 67. Jahre nach dem von Prag, in der Nachkriegszeit 1945, gegen Deutsche angeordneten Pogrom, sind nur noch wenige unter uns, die in dieser unheilvollen Zeit in Saaz waren und schon gar nicht solche, die Augenzeugen oder Betroffene waren. Viele treue Besucher dieser Gedenkstätte mussten aus gesundheitlichen Gründen absagen, leider auch Frau Illing und mein Freund Gerhard Mühlstein.

Wir treten in eine Zeit ein, in der es bald keine Zeitzeugen der damaligen furchtbaren Ereignisse mehr geben wird.

Als einer der letzten Zeitzeugen, die den 3. Juni 1945 in Saaz, den Todesmarsch nach Postelberg, die Zwangsinhaftierung in Postelberg, die anschließende Zeit in den Konzentrationslagern Tabor 28 und Tabor 17/18, sowie die Zwangsarbeit in den „Stalin Hydrierwerken“ in Brüx / Maltheuern überlebt haben, möchte ich, in meinem 83.Lebensjahr, auf folgendes hinweisen. Weiterlesen

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Saazer Heimatmuseum am 22. Sept. 2012 in Schweinfurt eröffnet

Wie vor einem Jahr berichtet, konnte die Stiftung Saazer Heimatmuseum das teilsanierte Bürgerhaus in Schweinfurt in der Oberen Straße 8, nahe am Marktplatz, käuflich erwerben, um eine Zweigstelle zum räumlich begrenzten Heimatmuseums in Georgensgmünd zu errichten.

Nach Beendigung der umfangreichen Sanierungsarbeiten vor wenigen Wochen wurde mit der Einrichtung des Museums begonnen. Um in dem Museumsraum die vorhandenen Gemälde gesichert ausstellen zu können, wurde dieser Raum nach den Vorschriften der Versicherung mit Brandschutzmauern, Brandschutztüren, Feuermeldern und einer Videoüberwachung ausgestattet. Weiterlesen

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Kultur bezeugt die Existenz eines Volkes

Auf welche Zeugnisse unserer Existenz in Saaz und im Saazerland können wir verweisen? Nun, es gibt deren viele, und noch mehr gingen verloren, wurden geraubt, oder von den Vertreibern vernichtet:

- unersetzliche Archivalien
- Kunstwerke
- Zeugnisse der Volkskultur und deren Weiterentwicklung über 900 Jahren hinweg
- und dazu unendlich Vieles von persönlichem und ideellem Wert

Einiges, nicht mehr als winziger Überrest jenes Kulturguts konnten in den Anfängen der „Saazer Stube“, bis zur endgültigen Etablierung des Saazer Heimatmuseums durch Hermann Wurdingers und seiner Freunde unermüdliche und uneigennützige Aktivitäten, ohne den Heimatboden unter sich, aber die Heimat in sich, gerettet werden. Weiterlesen

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Liebeschitzer Wallfahrt

Deutsche und tschechische Teilnehmer an der Wallfahrt (Foto: Heidmar Schindler)

Deutsche und tschechische Teilnehmer an der Wallfahrt (Foto: Heidmar Schindler)


Von Waltraud und Heidmar Schindler

Geschichte

Liebeschitz ist ein Wallfahrtsort im ehemaligen Kreis Saaz, jetzt Kreis Louny/Laun.
Die Liebeschitzer Wallfahrt geht auf das Jahr 1744 zurück. Ursächlich scheint sie mit der großen Feuersbrunst des Jahres 1743, als der ganze östliche Ortsteil mit der Pfarrei ein Raub der Flammen geworden war, in Verbindung zu stehen. Damals wurde ein Marienbild aus einer Kapelle in Klutschkau – eine Nachbildung des Altöttinger Gnadenbildes – in die Pfarrkirche gebracht. Damit wurde die Liebeschitzer Kirche das Ziel vieler frommer Pilger. Dann wurde zum Fest Mariä Heimsuchung ein Wallfahrtsfest eingerichtet. Die Pilger kamen zumeist aus der näheren Umgebung, Wallfahrt und Brauchtum blieben über Jahrhunderte bestehen. Weiterlesen

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Ein Spätsommertag in Saaz

Die „Stiftung Saazer Heimatmuseum“ hat zu einer Feierstunde am 30. Oktober 2011 in Žatec/Saaz im neuen parkähnlich angelegten Klostergarten eingeladen. Aufgestellt wurde eine Steinbüste des „Johannes von Saaz“ (Johannes Henslin) zur Erinnerung an die kulturellen Leistungen der Bürger von Saaz, unseren Vorfahren, die viele Jahrhunderte zurückreichen. Die Büste wurde nach vorhandenen Holzschnitten von Urs Koller, einem Bildhauer aus Rohrschach am Bodensee, im Auftrag des Saazer Kulturkreises und der Fördergemeinschaft Stiftung Saazer Heimatmuseum hergestellt.

Büste von Johannes von Saaz in Saaz/Zatec

Büste von Johannes von Saaz in Saaz/Zatec

Zu einem gemeinsamen Mittagessen im Hotel „Cerny Orel“ (Schwarzer Adler) am Schießhausplatz in Saaz, trafen sich 46 ehemalige Saazer und Heimatfreunde, die aus allen Teilen Deutschlands angereist waren. Der Vizebürgermeister der Stadt Žatec, Herr Ing. Jan Novotný und seine Sekretärin begrüßten die deutschen Gäste sehr freundlich. Nach dem harmonischen Zusammensein erfolgte um 14 Uhr die Einweihungsfestlichkeit im Klostergarten. Anwesend war Frau Bürgermeisterin Ždenka Hamousová und Herr Novotný, Abgeordnete der Stadt Žatec, zahlreiche Ehrengäste und die angereisten ehemaligen Saazer Bürger mit ihren Freunden und Bekannten. Weiterlesen

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Bilder von der Gedenkstein-Einweihung in Groß Umstadt

Im September wurde im Gedenken an Johannes Henslin ein Gedenkstein in Groß Umstadt eingeweiht. Die schönsten Bilder von der Feierlichkeit finden Sie in der Bilder-Galerie.

ZU DER BILDER-GALERIE

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Vortrag von Gerold Schmiedbach zur Gedenkstein-Einweihung in Groß-Umstadt

Vortrag von Gerold Schmiedbach am 04.09.2011 in Groß-Umstadt

Der Ackermann und der Tod

Während der Regierungszeit von Karl IV, es war die Blütezeit Böhmens, ist der „Ackermann von Böhmen“ entstanden. Das Stück handelt „Von der Klage des Men-schen wider den Tod und Gottes Urteil“. Der Tod Margarethas, der Frau des Acker-manns, war Anlass für eine besonders würdige Ausstattung des Textes als eine Art Totenklage.

In seiner Dichtung nennt sich Johannes Henslin, der Dichter, im Schlusskapitel „Jo-hannes“. Er wurde um 1359 in Westböhmen geboren. Verschiedentlich nennt er sich „von Schüttwa“ oder „von Tepl“. Wahrscheinlich erreichte er an der Prager Karls-Universität die Magisterwürde. Von 1383 an war er Stadtschreiber von Saaz an der Eger und führte den Titel eines öffentlichen Notars der Diözese Prag. Saaz/Žatec wurde 1250 als königliche Stadt gegründet. Weiterlesen

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Gustav Hacker und Johannes Henslinus

Vortrag von Dr. Thomas Lippert am 04.09.2011 anlässlich der Gedenktafel Einweihung von Johannes von Saaz in der Gustav-Hacker-Siedlung in Groß-Umstadt.

Auf den ersten Blick scheint der Namenspatron dieser Siedlung, Gustav Hacker, ein Politiker des mittleren 20. Jahrhunderts, wenig Gemeinsamkeit zu besitzen mit Johannes Henslin, dem Gelehrten und Poeten des späten Mittelalters. Genauere Betrachtung jedoch eröffnet eine Reihe von Parallelen und Übereinstimmungen.

Zunächst der geographische Aspekt: Gustav Hacker wurde am 20. September 1900 in Lubau bei Podersam geboren, also kaum 20 Kilometer südwestlich von Saaz, der langjährigen Wirkungsstätte des Johannes.
Beide waren Bauernsöhne, die durch immensen Fleiß und überdurchschnittliche Begabung in die Elite der Gesellschaft ihrer Zeit aufstiegen, ihre einfache Herkunft aber in ihrem Wirken nie verleugneten. Beide bemühten sich um die Bildung der Jugend ihrer Zeit: Johannes leitete um 1400 über viele Jahre die Lateinschule in Saaz, Gustav Hacker gründete in den frühen Dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts mehrere Landwirtschaftsfachschulen in Westböhmen. Weiterlesen

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Mainpost berichtet: “Obere Straße 8 wird zum Museum”

Die Errichtung einer Zweigstelle des Saazer Heimatmuseums in Schweinfurt rückt näher. Zu diesem Anlass hat die Stadt Schweinfurt eine Pressekonferenz abgehalten, an der für die Stiftung Saazer Heimatmuseum auch Dr. Gerhard Illing teilnahm. Lesen Sie hier den gesamten Artikel vom 5.8.2011.

Obere Straße 8 wird zum Museum – aus der Mainpost von Stefan Sauer

Es muss eine große Erleichterung gewesen sein, welche die Verantwortlichen der Stadt befallen hat, als sich Gerhard Illing im Internet auf das Projekt gestoßen ist und Interesse an ihrem Gebäude Obere Straße 8 bekundet hat. Lange Zeit stand es leer. Mit 350 000 Euro aus dem Entschädigungsfonds der Denkmalpflege hat es die Stadt von einem „erbärmlichen“ in einen halbwegs sanierten Zustand befördert – und endlich einen Käufer und Nutzer gefunden: die „Stiftung Saazer Heimatmuseum“. Weiterlesen

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